Andreas Baumgartl / Galerie für Zeitgenössische Kunst

BIOGRAPHIE

Home

Ausstellungen

Online-Shop

Künstlerverzeichnis

Ausstellungskataloge

Presseberichte

Galerie Vorstellung

Wir suchen

So finden Sie uns

Kontakt

Links

A.R. Penck




Der als Ralf Winkler 1939 in Dresden geborene Künstler tritt während seiner Schaffenszeit in der ehemaligen DDR unter einer Reihe von Pseudonymen auf. Diese Namenswechsel („Mike Hammer“, „Y“, „T.M.“) erleichtern es, seine Werke – versehen mit diversen Tarnsignaturen – der dogmatischen Kulturpolitikder DDR zu entziehen und für Ausstellungen in den Westen zu schaffen. Seit 1966 nennt er sich A.R. Penck, womit er sowohl seine Verehrung für denGeologen und Eiszeitforscher A. Penck (1858 – 1949) anklingen lässt, als auch sein künstlerisches Werk in Zusammenhang mit diesem stellt. Denn Anfang der 60er Jahre entstehen die ersten „Strichmännchen-Bilder“ mit jenen extremreduzierten, an prähistorische Höhlenmalereien erinnernde Figuren, die bis heuteseinen Stil kennzeichnen. Aber auch die Ergebnisse seiner Beschäftigung mit wissenschaftlichen Problemen, insbesondere der Kybernetik und der Informations-theorie, bezieht Penck, der sich während seiner Lehrzeit als Werbezeichner in Dresden die Grundlagen der Malerei autodidaktisch erarbeitet hatte, in seine Werke mit ein. Dies führte Mitte der Sechszigerjahre zu den „System- und Weltbildern“. Während diese, wie auch die zwischen 1968 und 1973 entwickelten „Standart-Bilder“ (eine Bezeichnung, die der Kombination der beiden englischen Wörter „standard“ und „art“ entspringt), eine diagrammhafte Schematik auf-weisen, erweitert sich das Bildspektrum ab den Siebzigerjahren. Die Farben werden plakativer und füllen großflächige, komplexe Bildformate. Ab 1977erstreckt sich dieses Zeichen- und Formrepertoire auf die dreidimensionale Plastik.

Nach seiner Ausbürgerung aus der DDR im Jahre 1980 wohnt A.R. Penck zunächst im Rheinland, seit 1983 in London, in Dublin und New York. 1988 erhält der Künstler, der seit 1972 mehrmals auf der documenta und 1984 bei der Biennale in Venedig vertreten war, eine Professur an der Düsseldorfer Kunst-akademie, die er bis heute innehat.
[Home] [Grafiken] [Kataloge] [Galerie] [Suche] [Lage] [Kontakt]